Hallo!
Was soll ich schreiben? Ich weiß es nicht genau. Ich möchte aber gern, es lenkt mich ab. Ich habe
keine Zeit über das geschehene nachzudenken oder zu realisieren, dass es passiert ist!
Meine Kinder beschäftigen mich sehr und meine Mama braucht mich auch, mein lieber Mann
versucht alles mit Gefühl zu erhalten. Aber was bleibt ist das dumpfe Gefühl.
Die Hilflosigkeit, nichts ändern zu können. KEINE WAHL zu haben.
Ich bin ein Mensch, der JEDEN Tag mit Gefühl durchlebt. Egal ob es morgens die
Brote der Kinder sind, oder die Kleidung raussuchen oder das Mittagessen, die
Beschäftigung der Kids den Tag über oder was auch immer. Ich mache alles mit
Kopf UND Gefühl (Herz oder Bauch, egal von beidem was!).
Momentan ist es aber eher so, als ob ich nur noch funktioniere und alles erledige,
was eben gemacht werden muss. Ich bin dazu auch noch Einzelkind, was die Sache nicht
besser macht! Mein Vater hatte eine heimtükische Krankheit, die für uns alle nicht
ersichtlich fortgeschritten war und ihm allen Lebensmut raubte. So haben wir es
in unserer Anzeige ausgedrückt:
Ganz still und leise, ohne ein Wort,
gingst Du von Deinen Lieben fort,
Du hast ein gutes Herz besessen,
nun ruht es still, doch unvergessen;
Es ist so schwer, es zu verstehen,
dass wir Dich niemals wiedersehen.
Diese Zeilen sind absolut treffend für das Geschehene, doch elfen können sie nicht.
Es gibt Momente, da meint man, es schellt gleich und dann kommt er zu uns.
Wir warten und hoffen, aber es wird nie wieder so sein.
Die Kinder, zumindest die Mädchen fragen immernoch, wann Opili kommt und
haben heute am Grab gefragt, ab es noch lange dauert, bis er von der Wolke wieder
zu uns nach Hause kommt. Tja, was sagt man da???
Ich habe versucht, es kindgerecht und im mir möglichen christlich-gläubigen Rahmen zu erklären.
Verstehen können sie es aber immer noch nicht.
Ich hoffe bald den Antrieb wieder zu finden, ich hatte so viel vor und das anstrengendste kommt ja noch.
Unsere Große hat am kommenden Donnerstag EINSCHULUNG (ohne Ihren geliebten Opili).
Ich weiß nicht, wie es wird, er hatte ihr so viel versprochen. Ihr gesagt, er würde ihr noch so viel zeigen.
Aber das WARUM oder besser die Frage danach, die wird uns nicht beantwortet.
Wir müssen es akzeptieren und versuchen in gutem Gedenken weiter zu machen. Egal wie schwer es wird.
Bitte verzeiht mir die ausschweifenden Worte, aber ich muss es einfach mal rauslassen.
Bis bald
die Kathi
Wenn Worte helfen, dann ist es gut.
AntwortenLöschenHerzliche Grüße,
rebecca
Schön von dir zu lesen :o)
AntwortenLöschenLg, Kirsten
Ich würde Dir gerne soo vieles schreiben, finde aber die richtigen Worte nicht, daher schicke ich, wenn so ganz unbekannt darf, einfach nur eine stille Umarmung!
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