Heute habe ich wieder so viele unterschiedliche und interessante Dinge in der Welt des Blog gelesen.
Ich komme ja nun nicht täglich dazu, etwas zu posten, denn entweder ich lese gerade hier und
dort und schon ist meine liebe "freie" Zeit vorbei oder ich habe gerade angefangen einen
Post zu schreiben und frage mich, wen das wohl interessiert.
STOP!
Und da fängt es doch schon an.
Warum schreibt man einen Post, weshalb einen Blog führen? Da gibt es die unterschiedlichsten Motivationen.
Ich für meinen Teil habe damit angefangen, weil ich mein Hobby, das Nähen, Stricken, Kochen, Backen, etc.
gern mit anderen teilen möchte. Austauschen, bestaunen, beratschlagen, mit jemandem sich freuen oder
auch weinen oder trauern, wenn es etwas "unschönes" ist. Das alles kann man, wenn man denn will, hier
in der Weite des www erleben.
Hier bei uns ist es nicht wie in einer dieser tollen, bunten Großstädte.
Keine großartige Anonymität, wenn Du raus gehst (gerade mit mehr als 2 Kindern), dann triffst Du
an jeder Ecke jemanden. Mir geht es so, ich bin hier aufgewachsen und kenn hier sehr, sehr viele Leute.
Aber! oftmals oberflächlich, ein nettes Wort, eine interessierte Frage nach dem Befinden, eine SMALTALK,
etwas unterhaltsames und doch manchmal zeitraubendes.
Hier ist es so, dass sich oft (leider) schon Meinungen gebildet werden, bevor man überhaupt
etwas von einem anderen oder einer bestimmten Person gehört oder gesehen hat.
Kennt Ihr das? Ich wohne schon sehr "stadt"nah und doch ist es in unserer Straße sehr ruhig. (Es sei denn, es wird gerade
ein Kreisverkehr gebaut!) Wenn ich 3-4 Straßen weiter gehe, dann bin ich im Stadtkern und wenn ich 4-5 Straßen Bergauf gehe,
dann stehe ich vor einem Wald! Das ist sehr angenehm. Es gibt absolut schöne Ecken, wohin man sich zurückziehen kann,
wenn man nicht im Gewunsel sein möchte. Ich wünsche mir dafür einfach mal etwas mehr Zeit.
Wie auch anderen (eine kennt das gut, denke ich) bin ich gerne draußen, doch erst das Anziehen von allen und losgehen, das ist oft hinderlich. Ich muss mir aber vornehmen, mehr raus zu wollen. Die Kinder werden es sicher genießen.
Sie können so viel davon lernen und erleben, genießen und bestaunen.
Heute z.B. haben wir auf dem Weg in die Stadt, 2 emsige Schnecken mit Häuschen gesehen. Eine war wunderbar braun und die
andere eben gelb. Meine Mittlere hat sich fast neben die Schnecken auf den Boden gesetzt, es hatte geregnet.Sie freute sich so sehr, dass mir auffiel, dass es mehr davon geben muss. Es kostet nix und gibt so viel.
Wow, jetzt hab ich einfach mal was runtergeschrieben und es ist total konfus. Macht nix. Das musste sein.
Ich habe bei der lieben Kerstin (winke, winke) einen tollen Post gelesen. Ist doch so, man liest was, und
schwub gehen einem die Gedanken durch. Nee, nicht nur bei schönen kreativen Dingen, auch bei traurigen oder nachdenklichen
Themen.
Zum Thema Freunde oder Bekanntschaften im www, möchte ich auch etwas schreiben.
Freunde, ist für mich ein spezielles Thema. Freunde sind Menschen, auf die ich bedingungslos zählen kann,
die ich in mein Herz einschließe und dort einen festen Platz haben, für die ich (fast)alles tue, damit es ihnen gut geht.
Ich bin für Freunde da, wenn sie Hilfe brauchen, es ihnen schlecht geht, sie weinen oder auch schimpfen wollen.
Mit Freunden kann man wunderbar feiern, lachen, Spaß haben.
Ich habe eine Freundin, die habe ich leider eine Zeit lang gar nicht als solches gesehen.
Wir haben nicht wirklich gemeinsame Interessen oder Dinge die wir gemeinsam machen. Lediglich haben wir eine Meinung,
die wir mit dem jeweils anderen austauschen, Sie hat einen Sohn und ich eine Tochter (meine Große), die zusammen in die Schule kommen und auch schon einige Zeit zusammen gespielt haben.
Aber immer in Anbetracht dessen, dass wir nicht ein gemeinsames Hobby haben. Wir mögen uns. Sehr.
Das ist ein Mensch, mit dem ich mich auch schonmal gestritten habe und auch wieder vertragen habe. Wir hatten nie das Bedürfnis ganz eng miteinander zu sein. Eher locker, wenn man gerade Zeit hat, dann springt man vorbei. (wobei es eher sie ist, die spontan ist)
Ich hatte auch eine Freundin, von der ich gedacht habe, es sei eine Freundin, wie ich sie mir immer gewünscht habe.
Eine, mit der man seine Hobbys, Interessen und auch ein Stück weit die Träume teilt. Eine, die Eine eben.
Tja, da möchte ich nicht ins Detail gehen. Aber diese Freundin war eben nicht das, was ich dachte.
Eine Freundschaft muss auch immer eine Schwelle der Diskretion, des Respekts und der Ehrlichkeit haben.
Ich habe diese Freundin verloren und ich könnte immernoch heulen, denn es tut weh, sehr weh.
Jeder von uns geht nun seinen eigenen Weg weiter, getrennt, nichts mehr gemeinsam.
Ich wollte eigentlich nicht darüber schreiben, aber nachdem ich das Thema eben doch gelesen habe, muss ich es.
Eine Freundin nimmt immer auch einen Platz ein, der nun frei und leer ist.
Und nun zu dem Eigentlichen, was ich nach diesem Tiefgang sagen will:
Durch Blogger ist es mir möglich mit anderen in Kontakt zu kommen, egal ob sie gleiche, ähnliche oder ganz andere Interessen
haben. Ich kann mit ihnen bekannt werden, soweit wie sie und ich es zulassen.
Jeder gibt das, was er bereit ist zu geben. Jeder nimmt und gibt was er will.
Ich habe hier einige gefunden, die finde ich sehr, sehr nett und dann gibt es da noch 2 besonders "nette" und
die möchte ich nun zum Schluss ganz lieb und herzlich grüßen.
Alle anderen natürlich auch, ich freue mich über JEDEN, der mir schreibt. Sehr sogar.
Liebe Kirsten und liebe Bora, ich freu mich sehr, wenn ich etwas von Euch lese. Sehr, sehr, sehr.
Und nach dieser schweren Lektüre, verspreche ich Besserung und vor allem möchte ich wieder öfter posten!
Einen schönen Mittwoch noch
Eure Kathi
Liebe Kathi,
AntwortenLöschenein "wichtiges" Thema. Ich habe mit Freundschaften viele verschiedene Erfahrungen gemacht. Gerade im Bezug auf meine Krankheit habe ich viele Freundschaften verloren, aber auch eine ganz enge dafür gewonnen. Könnte jetzt stundenlang darüber schreiben, aber das würde wahrscheinlich dein Kommentarfeld sprengen ;-)
Was das Bloggen und Bloggerfreundschaften angeht, möchte ich nur sagen, ich habe hier auch viele liebe Leute kennengelernt. Möchte keine davon missen! Aber ich habe auch verständnis dafür, wenn man nicht jedesmal einen Kommentar hinterläßt oder sich einfach mal für eine Weile zurückzieht, denn es gibt ja auch noch die Familie, die Freunde ausserhalb der Bloggerwelt ;-) Mach dir also keinen Stress, du bist und bleibst trotzdem ein liebenswerter Mensch :o)
Übrigens wohne ich genauso wie du. Und ich fühle mich pudelwohl und genieß das meine Kinder z.B. wissen, das Kühe nicht lila sind ;-)
Herzliche Grüße, Kirsten
ja es ist für jeden persönlich ein ergreifendes thema. und ich finde es wird so unterschiedlich gehandhabt wie wir alle unterschiedlich sind denken und fühlen.
AntwortenLöschenliebe grüße kerstin
Liebe Kirsten,
AntwortenLöschendanke für Deine Worte.
Es ist schon schwierig mit dem Thema.
Ich denke auch, dass die Familie an erster Stelle stehen sollte, aber eben so eine "Verbündete" ist doch auch ganz nett. Nun wie auch immer, damit Du Dich auch angesprochen fühlst, hab ich dann den Namen auch mit Link hinterlegt. Hier gibt es ja auch ein paar Kirstens mehr.
Danke nochmal.
Liebe Grüße
Kathi
@ Kerstin: Du hast so Recht. Soll auch jeder so sehen, wie er ist. Doch am wichtigsten finde ich immer::: LEBEN UND LEBEN LASSEN. Eben jeder wie er glücklich ist. Ich geniesse es (meistens zumindest) wenn so viel Frauen auf einen Haufen alle einer anderen etwas nettes, liebes schreiben können. Im "wahren" Leben geht das oft nicht so einfach. Merkwürdig.
AntwortenLöschenLG Kathi
Oh *rotwerd*! Wie lieb von dir! Ich freue mich wirklich sehr über dein Kompliment, Kathi! Mir geht es ähnlich wie dir; das Bloggen ist ein Feld, das viele Unsicherheiten, aber auch viel Schönes und Bewegendes bereit hält für uns... Manchmal bin ich blockiert und schäme mich, weil ich niemals die Zeit und Energie finden werde, die Beziehungen, die hier entstehen können und die einfach wundervoll sind (ja, so viele wundervolle Menschen gibt es "da draussen", da staune ich immer wieder!) gebührend zu pflegen und zu intensivieren... Das ist für mich eine der Kehrseiten des Bloggens, die ich nun gar nicht mag...
AntwortenLöschenAber weisst du was? Mir gefällt dein kreativer Schreib-Schub von eben! Das hat viel mit dem kreativen Schreiben zu tun, das wir damals am Gymnasium geübt haben: einfach drauflos schreiben, was immer einem in dern Sinn kommt, ohne Komma, ohne roten Faden (also du hast ja einen, nicht dass du mich falsch verstehst). Diese Art zu schreien wende ich noch heute teilweise an, wenn ich mich... übervoll an Worten fühle. Immer wenn du einen Post mit "Aus meinem tagebuch..." bei mir findest, dann wurde der zuerst von hand auf ein Papier (oder eben in mein Tagebuch) gekritzelt und erst später, wenn die Kidner im Bett sind und ich einen Moment Ruhe finde, als Blog-Post verewigt;-)
Ich wünsche dir, liebe Kathi, dass du immer mehr solche kreativen Ausflüge machen kannst! Ob mit Nadel und Faden, mit deinen Kindern und ein paar Schnecken auf dem Weg... oder hier in deinem eigenen, kleinen Reich...
Alles Gute auf diesem Weg!
Bora